Warum Satellitenbilder?

Satelliten kennt jeder. Vom Hörensagen. Aber was machen diese Geräte eigentlich, die ständig 24 Stunden am Tag unsere Erde umkreisen? In den meisten Fällen sind sie auf die Erde gerichtet, in seltenen Fällen geht der Blick in die andere Richtung, den leeren Raum.  Satelliten, die auf die Erde gerichtet sind haben wiederum viele unterschiedliche Funktionen, eine wichtige Gruppe stellen dabei die Umweltsatelliten dar, deren Zweck die Beobachtung der Atmosphäre und der Erdoberfläche ist.

Zu Zeiten von Gauß ging man raus in die Landschaft, um topographische Karten herzustellen. Diese Karten sind bis heute eine wichtige Grundlage im Vermessungswesen. Allerdings haben selbst solche ausführlich angefertigten Karten die Eigenschaft, sehr schnell zu veralten. Wer hat nicht schon einmal eine gerade neu gekaufte Straßenkarte in der Hand gehalten und mit Entrüstung festgestellt: „da ist ja die neue Umgehungsstraße noch gar nicht drauf!“.

Unsere Erdoberfläche verändert sich ständig. Und das heute noch viel mehr als früher. Menschliche Aktivitäten verursachen Bewegungen an der Erdoberfläche, die es so, zumindest vom Menschen verursacht, wahrscheinlich noch nie gegeben hat. Es ist bekannt, dass diese Veränderungen Folgen haben werden, dessen Ausmaße für den Menschen von brisanter Bedeutung sein könnten (s. IPCC 2007). Das ist nur einer von mehreren Gründen, warum es immer wichtiger wird zu verstehen, was im Moment mit unserer Erde geschieht. Und hier spielen Bilder von Umweltsatelliten eine zentrale Rolle: ständig neue Bilder von einer sich ständig verändernden Erdoberfläche.

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